Das ist die Perfekte Welle

Aus irgendeinem Grund höre ich in unterschiedlichen regionalen und überregionalen Radiosendern das Lied ‘Perfekte Welle‘ von Juli wieder öfters – allein in den letzten vier Tagen mindestens fünfmal. Das nehme ich zum Anlass, einen Essay in einer leicht überarbeiteten Version zu veröffentlichen, den ich schrieb, als das Lied relativ aktuell gewesen ist. Von allen Versionen, die man auf youtube finden kann (oder könnte, je nach Laune der Gema), würde ich gerne eine Version in Afrikaans erwähnen, die die Melodie unverändert übernimmt, textlich aber, soweit ich das sehe, leicht variiert. 

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To play or not to play

Über was man sich nicht alles Gedanken macht, wenn eine Erkältung einen kürzer treten lässt: Eigentlich habe ich mich seit beinahe einem Vierteljahrhundert als Spielernatur gefühlt. Giana Sisters ist mir genauso ein Begriff wie Wings of Fury oder Porsche Challenge.

Doch damit scheint nun Schluss zu sein. Ich spiele nicht um jeden Preis, sondern um der Zerstreuung und des Spaßes willen. Wird der Spaß mir vergällt, brauche ich auch nicht mehr zu spielen. Die Spielehersteller selbst tun zurzeit alles, um mir den Spielspaß zu vermiesen, immer weniger Titel erscheinen, die überhaupt noch in Frage kommen. Aber eigentlich brauche ich mich nicht zu wundern. Die Entwicklung zeichnete sich schon seit längerem ab. Es ist mal Zeit, das Ganze in Ruhe zu betrachten.

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Viel Lärm

Anmerkungen zu dem Dokumentarfilm Noise and Resistance.

Der Film läuft schon seit geraumer Zeit in den Szenekinos der Republik, ich bin jedoch erst jetzt dazu gekommen, ihn mir anzusehen. Er wurde schon ausführlich besprochen, könnte man meinen. (1) Doch fehlen mir bei all den Besprechungen einige Aspekte, die auch in der kritischen Rezension von Andreas Hartmann in der Jungle World nicht anklingen.

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Kirchenaustritte aufgrund des Mißbrauchsskandals bei den Katholiken

Spiegel Online berichtet genüsslich darüber, dass es 2010 erstmals mehr Kirchenaustritte als Taufen gegeben hat. Als Grund angeführt wird der Mißbrauchsskandal. Wer will auch noch etwas mit solchen Leuten zu tun haben?

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Antisemitismus in der Partei die Linke

Spatzen gröhlen es mittlerweile von den Dächern, es gibt so etwas wie einen Antisemitismus von Links. Dass er eine gewisse Tradition hat, darüber hatte ich bereits geschrieben.

Um was es geht, möchte ich hier garnicht groß ausführen, das kann man in jeder Zeitung nachlesen, zum Beispiel in der Jungle World. Zu dem telepolisinterview von Peter Ullrich, der eine Vergleichsstudie zwischen der britischen und deutschen Linken bezüglich Israel und Palästina geschrieben hat (die sich dadurch auszeichnet, dass sie weder in einem antideutschen Duktus noch mit einem streng antiimperialistischen Motiv geschrieben worden ist, was viele irritieren dürfte und dazu führt, dass sich Antideutsche ebenso wie Antiimps sowohl darauf beziehen können als auch darüber schimpfen. Alleine darum- vielleicht auch nur deshalb – lesenswert) fällt mir noch eine Ergänzung ein. Ullrich im TP-Interview:

Antisemitismus hat in der politischen Linken aber andere Ursachen und Erscheinungsformen und resultiert hauptsächlich aus einer Überidentifikation mit den Palästinensern, die durch eine massive Freund-Feind-Logik gekennzeichnet ist. Diese ist wiederum an bestimmte linke Weltbilder leichter anschlussfähig, beispielsweise an den klassischen linken Anti-Imperialismus.

Er verharmlost damit die antiimperialistische Lebenslüge der Linken. Dieses Weltbild ist nicht fehlerbehaftet, es ist der eigentliche Grund für eine solche Überidentifizierung mit den Palästinensern, die Einteilung der Welt in Gut und Böse und damit die Simplifizierung der Wirklichkeit in einem manichäistischen Weltbild. Thomas Haury formulierte es folgendermaßen:

Das antiimperialistische Weltbild ist nicht nur mit einigen „Fehlern“ behaftet, sondern es weist – in seiner vereinfachenden Sicht von Herrschaft als Fremdherrschaft und Ausbeutung als fremde Machenschaft, in seinem binären Denken, das unter Verlust des Realitätsbezuges das Weltgeschehen sauber in Gut und Böse sortiert, in seinem Willen, den Kampf um nationale Unabhängigkeit als Revolution mißzuverstehen und der daraus resultierenden unkritischen Identifizierung mit dem Volk und dessen Gleichschaltung mit dem „guten Volksstaat“, schließlich in seiner Tendenz, Politik und Ökonomie zu personalisieren – zahlreiche strukturelle Affinitäten mit dem antisemitischen Weltbild auf.

Das Problem der Partei die Linke ist also nicht mit Beschlüssen aus der Welt zu schaffen, sondern würde eine grundsätzliche Debatte über die theoretische Konzeption voraussetzen. Die gutgemeinten Tipps von Ullrich, wie man denn Antisemitismus erkennen beziehungsweise vermeiden könne, sind zwar gut gemeint und helfen dabei, antisemitische Stereotype zu erkennen, allerdings gehen sie das Problem nicht ursächlich an. Es ist allenfalls ein erster Schritt.

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Enttaufung an Ostern

Nur eine kurze Meldung: IBKA veranstaltete am Karfreitag eine Enttaufung in Köln (Videobericht/Pressemitteilung). Dabei wurde auch unter anderem der Film Der Exorzist gezeigt. Eine nette Aktion, finde ich. Die Arbeit der Jungs und Mädels vom IBKA hatte ich lange Zeit nur am Rande auf dem Radar. Das sollte ich einmal korrigieren.

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Atomkraft, Ja bitte?

Es gibt kein Moratorium für geltene Gesetze. Es gibt kein Moratorium für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke.

 

 

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